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Ich bin auf dem Land aufgewachsen, habe in der Stube am Webstuhl gesessen, Kleider genäht und im Haus gearbeitet – dies mag mein Interesse für Handwerk und Tradition erklären. Als ich einen Keramikkurs besucht habe, konnte ich zum ersten Mal die Arbeit eines Töpfers an der Drehscheibe verfolgen. Da wusste ich, dass ich diese Kunst erlernen möchte. Ab sofort wollte ich alles über Keramik wissen, und auf dieser Entdeckungsreise bin ich noch immer. Seitdem ist Ton mein Material, und ich bin Keramikerin geworden.
Mit jedem Tonklumpen auf der Drehscheibe vertieft sich für mich das Erlernen von Neuem. Für mich ist es ein Genuss, dem Material seine Geheimnisse zu entlocken. Jeder meiner Gegenstände enthält ein Stück von mir: Erlerntes, Freude, Trauer; meine ganze Reise als Keramikerin. Die Gegenstände dienen auch anderen Zwecken als dem Gebrauch allein. Sie tragen Respekt vor der uralten Handarbeitskunst in sich, dazu die Neugier und den Genuss des handwerklichen Könnens. Darum sind meine Gegenstände einmalig. Sie haben eine Seele.

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